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Klinische Kriterien
Die Symptome von CIDP treten in der Regel unerwartet und ohne Vorzeichen auf. Typisch sind Kribbeln und Taubheitsgefühle in Händen oder Füßen, die sich über Wochen zum Köperstamm hin ausbreiten. Hinzu kommen Muskelschwäche und Lähmungen in den gleichen Bereichen. Häufig sind auch die Reflexe betroffen, wie der Kniesehnenreflex, was dann zu Gangunsicherheiten führen kann. Es können auch Schmerzen in den betroffenen Arealen auftreten.
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Elektrodiagnostische Kriterien
Elektroneurogramme (Leitfähigkeit von Nervenzellen) und Elektromyogramme (Leitfähigkeit von Muskeln) können wertvolle Informationen liefern, sie müssen aber von einem Spezialisten oder einer Spezialistin durchgeführt werden. Bei CIDP leiden als erstes die Myelinscheiden der Nervenzellen, später dann auch die Nervenzellen selbst und schließlich auch die Muskeln. Mit elektrodiagnostischen Mitteln können diese Schädigungen unterschieden werden und sie können Hinweise auf CIDP oder eine andere Neuropathie oder sogar andere Ursachen von Muskelschwächen geben.
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Laboruntersuchungen
Im Labor kann das Blut oder die Hirnflüssigkeit untersucht werden. Blutuntersuchungen liefern gewöhnlich keine Hinweise auf CIDP, manchmal können spezifische Antikörper nachgewiesen werden, doch ist dies kein zuverlässiges Diagnosekriterium. In der Hirnflüssigkeit (Liquor) kann der Eiweißgehalt erhöht sein, doch auch dies ist kein zuverlässiger Nachweis für CIDP.
C-APROM/DE/IG/0038